Die bis September 1939 gelieferten ca. 500 Hurricanes bildeten das Rückgrat der britischen Jagdfliegerverbände bei Kriegsausbruch. Trotzdem stand diese Maschine immer im Schatten der Supermarine Spitfire, da in der englischen Kriegspropaganda die Spitfire als Beispiel für die landesweit publizierten Sammelaktionen von Aluminiumgegenständen, die als Flugzeugrohstoff benötigt wurden, herangezogen wurde.

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Unter der Leitung von Chefingenieur Sidney Camm arbeitete man bei der H.G. Hawker Engineering Co. Ltd. seit dem Jahr 1933 an einem Eindeckerjagdflugzeug. Der erste Prototyp startete zum ersten Mal am 6. November 1936. Nachdem weitere Verbesserungsschritte durchgeführt wurden, erhob sich  die erste Hawker Hurricane I am 12. Okober 1937 zum ersten Mal in die Luft. Im Dezember 1937 wurden die ersten Flugzeuge an die 111 RAF Squadron ausgeliefert.

Rumpf und Flächen bestanden aus einem Stahlrohrgerüst als tragende Komponente, sowie aus Sperrholz gesägten und laminierten Rippen und Spanten, die größtenteils stoffbespannt oder mit Balsaholz beplankt waren (Formgebende Komponente).

Diese altbewährte Bauweise entsprach zwar schon damals nicht mehr dem neuesten Stand der Technik –  ermöglichte aber die schnelle Serienproduktion der Hurricane unter Kriegsbedingungen. Vor allem kleine holz- und metallverarbeitende Betriebe fertigten einzelne Module dezentral im Manufakturstil während die Endmontage im Hawker Werk erfolgte.

Durch die Kombination von tragenden und formgebenden Teilen in Rumpf und Tragwerk war die Hurricane weniger anfällig gegen Explosivgeschosse als ihre Pendants mit tragender Außenhülle.Die Verwendung von ölgetränktem Sperrholz für die Tragfläche hatte jedoch einen Nachteil: es fing z.B. bei einem Motorbrand leicht Feuer. Später versuchte man dieses Problem mit dem Einbau des feuerfesten Materials “Linatex” zu reduzieren. Ihr modularer Aufbau ermöglichte es in der Fertigung Panzerungen in der Kanzel zu montieren.

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Im Sommer 1940 und Anfang 1941 versuchte die deutsche Luftwaffe mit Bombeneinsätzen gegen das britische Militär und Angriffen gegen britische Städte die Kapitulation Großbritanniens zu erzwingen oder wenigstens die Invasion der Insel vorzubereiten. Die englischen Piloten wehrten mit ihren Hurricanes und Spitfires die Angriffe der deutschen Luftwaffe erfolgreich ab. Die Hawker Hurricane erwies sich langsamer aber robuster als die Supermarine Spitfire. Sie war für 55 %  der 2.739 abgeschossenen deutschen Flugzeuge verantwortlich, die Supermarine Spitfire für 42 %. Während der Luftschlacht über England erhielt die Maschine auch ihren Spitznamen – Hurry (engl. Eile,Hast).

Die deutschen Jäger hatten in der Luftschlacht über England den entscheidenden Nachteil, das ihre Kampfzeit über der Insel auf 30 Minuten beschränkt war. Der Grund lag in den zu geringen Treibstoffreserven. Darüber hinaus erwiesen sich die Messerschmitt Bf 110 und die Ju 87 Stuka als äußerst abschussgefährdet sodaß von einem weiteren Einsatz der Stuka abgesehen wurde.

Eine der Standardtaktiken der Piloten der Messerschmitt Bf 109 war in Höhen hinaufzusteigen die von den Hurricanes aufgrund ihrer niedrigeren Dienstgipfelhöhe nicht zu erreichen war. Danach wurden die Engländer im Sturzflug angegriffen. Die Hurricanes reagierten mit einem besonderen Flugmanöver, das die Engländer einen “corkscrew dive” nnen, wobei die Messerschmitt Bf 109 auf Grund ihrer geringeren Rollrate Schwierigkeiten hatte zu folgen. In niedrigeren Flughöhen stellte die Hurricane ihre Kapazitäten, eine Bf 109 abzuschießen, immer wieder unter Beweis.

Dazu kam noch, dass die von der Luftwaffe angenommenen Verluste auf britischer Seite falsch eingeschätzt wurden. Viele der als Totalverlust gezählten Flugzeuge der RAF waren in Wirklichkeit nur beschädigt und die wichtigen Piloten konnten, sofern diese unverletzt blieben, noch am selben Tag mit neuen Flugzeugen wieder eingesetzt werden. Gerade hier zeichnete sich die Robustheit der Hawker Hurricane aus. Auch der allierte Pilot mit den meisten Abschüssen in der Luftschlacht über England – der tschechische Sergeant Josef Frantisek mit 17 Abschüssen -  flog eine Hawker Hurricane.

Von der Hurricane gab es eine Spezialvariante -  die Sea Hurricane. Die Sea Hurricane operierte von Flugzeugträgern aber auch von sogenannten CAM-Schiffen (Catapult Armed Merchant Ship) aus.

Wegen dem Mangel an Geleitflugzeugträgern wurden Handelsschiffe mit einem raketengetriebenen Katapult ausgestattet über den die Sea Hurricane zu Verteidigungszwecken gestartet wurde. Das mitgeführte Jagdflugzeug war – da es kein Wasserflugzeug war – ein Verlustgerät. Der Pilot musste mit dem Fallschirm aussteigen oder das Flugzeug wassern. Die Hauptaufgabe der Sea Hurricane war es die deutschen Focke-Wulff Fw 200 Condor Langstrecken Aufklärungsflugzeuge auszuschalten, welche die alliierten Konvois für die U-Boot Flotte aufspürten und angriffen. Später wurden die CAM-Schiffe durch Geleitflugzeuträger ersetzt. Besonders erfolgreich erwies sich die Sea Hurricane im Jahre 1942, als sie zur Verteidigung von Konvois, welche die belagerte Insel Malta versorgten, herangezogen wurde.

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Hawker Hurricane auf dem CAM-Schiff Empire Tide, 1942

Aufgrund der technischen Weiterentwicklung bei anderen Fluzeugtypen (insbes. Spitfire) wurde die Hurricane in späteren Kriegsjahren überwiegend als Erdkampflugzeug (Spezialversion Mk IV) und Jagdbomber eingesetzt. 14.533 Stück wurden von  der Hawker Hurricane gebaut.

Die technischen Daten der Hawker Hurricane MK II B:

Motoren Ein Rolls-Royce Merlin XX 12-Zylinder-V-Motor mit 1.280 PS
Besatzung 1 Pilot
Spannweite 12,20 m
Länge 9,98 m
Höhe 3,98 m
Bewaffnung Zwölf MGs (Kaliber .303 British), zwei 113- oder 227 kg-Bomben
und/oder acht Raketen
max. Höchstgeschwindigkeit 542 km/h in 6.700 m Höhe

Auf Youtube gibt es folgende Interessante (englische) Dokumentation:

Quellen und Links:

www.hurricane.tomulus.de
Wikipedia
www.aviation-history.com

John Batchelor, 100 historic airplanes in full color, Mineola 2000

Es gibt folgende Modelle des Flugzeugs:

90964 BK Hawker Hurricane PNP 1320 mm E flite   Horizon Hobby EFL297560643 650 300x207 Hurry!   Die Hawker Hurricane BK Hawker Hurricane PNP 1320 mm
Hersteller: E-Flight, Horizon Hobby
Spannweite 1320 mm

 

 

 

 

96098 Revell Hawker Hurricane MkIIC Revell GmbH  Co KG 0414448718 650 300x207 Hurry!   Die Hawker Hurricane Revell Hawker Hurricane Mk.IIC 1:72
Hersteller: Revell
Plastikmodell 1:72

 

 

 

 

98502 Revell Hawker Hurricane Mk1 1144 Revell GmbH  Co KG 0491353748 650 300x168 Hurry!   Die Hawker Hurricane Revell Hawker Hurricane Mk.1 1:144
Hersteller: Revell
Plastikmodell 1:144

 

 

 

101791 PB Tamiya WWII IT Hawker Hurricane MkI 3 148 Dickie Tamiya Modellbau GmbHCo 30003701156177 650 300x204 Hurry!   Die Hawker Hurricane Hawker Hurricane Mk.I (3) 1:48
Hersteller: Tamiya
Plastikmodell 1:48

 

 

 

 

96301 Revell Geschenkset RAF Classics Revell GmbH  Co KG 0572948621 650 300x209 Hurry!   Die Hawker Hurricane Revell Geschenkset RAF Classics 1:72
(enthält Avro Lancaster MKI/III, Spitfire Mk. V B, Hawker Hurricane Mk II B)
Hersteller; Revell
Plastikmodelle 1:72

 

 

 

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